So funktioniert Broadside
Spielanleitung · Stand: 22. Oktober 2026
Was ist Broadside?
Broadside ist eine Seeschlacht aus der Ich-Perspektive. Du stehst am Steuerrad auf dem Achterdeck einer kleinen Fregatte, vor dir Segel, Masten und zehn Kanonen. Bis zu acht Kapitäne segeln gegeneinander – Freunde, Bots oder beides. Ziel ist es, möglichst viele gegnerische Schiffe zu versenken, bevor es dich erwischt.
Anders als in den meisten Spielen mit Schiffen gibst du hier nicht einfach Gas. Du stellst Ruder und Segel, und wie schnell du vorankommst, entscheidet der Wind. Wer den Wind liest, segelt den anderen davon und sucht sich aus, wann und von welcher Seite er angreift. Broadside läuft im Browser, ohne Anmeldung und ohne Download.
Steuerung
Rechner
- A / D – Ruder nach links oder rechts legen
- W / S – Segel setzen oder reffen (drei Stufen: eingeholt, halb, voll)
- Maus – umsehen und zielen
- Linksklick – Breitseite feuern
- Rechtsklick – Fernrohr
- Tab – Logbuch mit Punktestand, Esc – Menü
Handy
Auf dem Handy steuerst du mit einem Stick und hast Knöpfe für Feuer, Segel, Fernrohr und Logbuch. Umsehen geht durch Wischen über den Bildschirm.
Segeln mit dem Wind
Ein Schiff in Broadside fährt nicht, wohin du willst, sondern dahin, wo der Wind es hinlässt:
- Quer zum Wind bist du am schnellsten – bis zu 13 Meter pro Sekunde, gut 25 Knoten.
- Vor dem Wind, also mit dem Wind im Rücken, bist du etwas langsamer.
- Direkt gegen den Wind kommst du gar nicht voran. Willst du dorthin, musst du kreuzen: im Zickzack schräg zum Wind.
Ruder und Segel brauchen Zeit, bis sie wirken. Ohne Fahrt dreht ein Schiff nur langsam. Ab und zu dreht eine Bö den Wind und frischt ihn auf. Das Windinstrument kündigt sie ein paar Sekunden vorher an – wer die Segel rechtzeitig zum neuen Wind stellt, zieht davon.
Kanonen und Treffer
Auf jeder Seite stehen fünf Kanonen. Gefeuert wird immer die ganze Seite, Rohr für Rohr vom Bug zum Heck – das ist die Breitseite. Welche Seite feuert, entscheidet dein Blick: Schaust du nach links, feuert Backbord, schaust du nach rechts, Steuerbord. Nach vorn und hinten kann eine Fregatte nicht schießen.
- Reichweite: Je höher du zielst, desto weiter fliegen die Kugeln, bis gut 300 Meter.
- Flugzeit: Kugeln fliegen als echte Körper mit Schwerkraft und brauchen über weite Strecken Sekunden. Du musst vorhalten, also dorthin zielen, wo der Gegner sein wird.
- Schaden: Jedes Schiff hat 100 Punkte Rumpf, jede Kugel macht 12 Schaden. Eine Breitseite, die voll trifft, nimmt also mehr als die Hälfte.
- Nachladen: Nach einer Breitseite braucht die Seite drei Sekunden. Die andere Seite ist davon unabhängig – wer wendet, kann sofort wieder feuern.
- Rammen: Schiffe, die zusammenstoßen, nehmen beide Schaden. Wer mit dem Bug rammt, kommt glimpflicher davon.
- Untergang: Sinkt ein Schiff, fliegt seine Pulverkammer in die Luft und beschädigt alle, die zu nah dran sind. Nach vier Sekunden bekommst du ein neues Schiff, das kurz geschützt ist.
Treibgut
Auf dem Wasser treiben Ringe, die du einsammeln kannst. Ein eingesammeltes Stück taucht nach einer Weile wieder auf.
- Grün – Reparatur: flickt 40 Punkte Rumpf und löscht Feuer.
- Rot – Pulver: Die nächsten zwei Breitseiten treffen fast doppelt so hart und setzen das Ziel fünf Sekunden lang in Brand.
- Gelb – Schnellladen: Zwölf Sekunden lang laden die Kanonen in weniger als der halben Zeit.
Spielmodi und Karten
Gespielt wird jeder gegen jeden oder in zwei Flotten. Gewonnen hat, wer zuerst 5, 10 oder 15 Schiffe versenkt; nach 5 oder 10 Minuten ist spätestens Schluss. Zwei Gewässer stehen zur Wahl:
- Archipelago: Palmeninseln am Mittag bei leichter Brise, klare Sicht, viele kleine Klippen zwischen den Inseln.
- Fog Sound: Klippen und ein Leuchtturm am Abend, bei auffrischendem Wind und deutlich mehr Dunst. Gegner tauchen später auf, das Fernrohr wird wichtiger.
Bots füllen die Runde auf; allein segelst du nur gegen Bots. Jeder Bot hat ein eigenes Geschick: Er legt sich quer zum Ziel, schätzt die Flugzeit seiner Kugeln, hält vor und kreuzt, wenn sein Wunschkurs zu hoch am Wind liegt.
Mehrspieler
Einer erstellt ein Spiel und bekommt einen Code aus fünf Zeichen. Die anderen tippen ihn ein oder öffnen den Einladungslink. Der Browser des Gastgebers rechnet die Schlacht, die anderen sind direkt mit ihm verbunden (WebRTC); unser Server vermittelt nur den Code.
Strategie und Tipps
- Quer zum Gegner legen. Nur von der Seite kannst du feuern. Wer den Gegner von vorn oder hinten erwischt, während er selbst die Breitseite zeigt, gewinnt das Duell.
- Windvorteil suchen. Wer mehr Wind hat, bestimmt das Gefecht. Bleib nie direkt im Wind stehen – dort bist du ein stilles Ziel.
- Vorhalten. Bei weiten Schüssen ein ganzes Stück vor den Bug des Gegners zielen. Das Fernrohr hilft, die Entfernung einzuschätzen.
- Beide Seiten nutzen. Feuern, wenden, mit der anderen Seite gleich noch einmal feuern.
- Inseln als Deckung. Hinter einer Insel bist du für Kugeln unsichtbar. Aber pass auf: Wer aufläuft, verliert Fahrt.
- Abstand zu sinkenden Schiffen. Die Explosion der Pulverkammer erwischt auch Sieger, die zu nah dran sind.
Typische Anfängerfehler
- Direkt auf den Gegner zufahren – mit dem Bug voraus kann man nicht schießen.
- Gegen den Wind fahren wollen und stehen bleiben.
- Auf das Schiff zielen statt davor. Bis die Kugeln ankommen, ist es weg.
- Beide Seiten gleichzeitig leer schießen und dann ohne geladene Kanone dastehen.
Häufige Fragen
Kann ich Broadside allein spielen?
Ja. Bots füllen alle freien Plätze auf, auch in den Flotten.
Wie viele Spieler passen in eine Runde?
Bis zu acht Schiffe, Menschen und Bots zusammen.
Was wird gespeichert?
Name, Ton, Mausempfindlichkeit und Sichtfeld bleiben im lokalen Speicher deines Browsers. Es gibt kein Konto.
Hinter den Kulissen
Das Schiff ist komplett im Code gebaut, ohne 3D-Modell aus einer Datei: Der Rumpf entsteht aus Querschnitten entlang der Länge, mit Kupfer unter Wasser, einem hellen Wasserpass, schwarzem Rumpf und einem Farbband je Spieler. Dazu kommen Deck, Achterdeck, zehn Kanonen, zwei Masten mit Rahsegeln, ein Klüver, Wanten und Steuerrad. Der Gastgeber und jeder Mitspieler rechnen mit derselben Funktion und denselben Eingaben, und die Streuung der Kugeln hängt nur von Spieler und Eingabe ab – deshalb sehen alle dieselben Kugeln fliegen. Die Schwerkraft ist etwas stärker als in echt, damit die Bögen flotter sind.