So funktioniert Gravity Golf
Spielanleitung · Stand: 22. Oktober 2026
Was ist Gravity Golf?
Gravity Golf ist Minigolf im Weltall. Statt über Rasen rollt der Ball durch ein Sonnensystem im Kleinformat: Planeten ziehen ihn an, pinke Abstoßer drücken ihn weg, Asteroidenwände federn ihn zurück, Schwarze Löcher schlucken ihn, und Wurmlöcher werfen ihn an anderer Stelle mit gleichem Tempo wieder aus. Deshalb fliegt fast kein Schlag gerade. Wer ein Loch im Par schaffen will, muss die Kurve vorher im Kopf haben – genau das macht den Reiz aus.
Die Kampagne hat 50 Löcher, von „Tee-Off“ bis „Big Bang“. Das Par liegt zwischen zwei und vier Schlägen. Dazu kommt ein Level-Editor, in dem du eigene Bahnen baust und als Code an Freunde weitergibst. Gravity Golf läuft direkt im Browser, am Rechner genauso wie auf Handy und Tablet, ohne Anmeldung und ohne Download.
Steuerung
Mit Maus oder Finger ziehst du vom Ball weg und lässt los. Je weiter du ziehst, desto fester der Schlag; die Kraftanzeige zeigt die Stärke in Prozent. Ab einer bestimmten Zuglänge wird der Schlag nicht mehr stärker – du musst also nicht bis an den Bildschirmrand ziehen. Beim Zielen zeigen kleine Punkte die erste Sekunde der Flugbahn, samt Ablenkung durch die Planeten. Was danach passiert, musst du selbst einschätzen – bei langen Schlägen ist das der eigentliche Knackpunkt.
- Ziehen – zielen und Kraft wählen
- Loslassen – schlagen
- R – Loch neu starten
- Esc – Menü öffnen
Die Himmelskörper im Einzelnen
Planeten
Planeten ziehen den Ball an. Die Ringe um einen Planeten zeigen, wo sein Schwerefeld deutlich zu spüren ist. Die Anziehung nimmt mit der Entfernung stark ab: Nah am Planeten biegt der Ball scharf ab, weit weg nur noch leicht. Große Planeten ziehen stärker als kleine. Landet der Ball auf einer Planetenoberfläche, rollt er mit Reibung aus. Viele Löcher liegen deshalb direkt auf einem Planeten.
Monde
Monde kreisen auf festen Bahnen um ihren Planeten. Sie ziehen den Ball ebenfalls an und können ihn auf dem Weg ablenken oder blockieren. Hier zählt das Timing: Schlag, wenn der Mond gerade auf der anderen Seite ist.
Abstoßer
Die pinken Körper mit Zacken stoßen den Ball ab. Du kannst sie als Bremse nutzen oder den Ball an ihnen vorbeischlenzen, sodass er die Richtung wechselt.
Asteroidenwände
Wände federn den Ball zurück wie die Bande beim Billard. Ein Schlag über Bande ist oft berechenbarer als eine Kurve um zwei Planeten.
Schwarze Löcher
Schwarze Löcher haben eine sehr starke Anziehung. Kommt der Ball zu nah, wird er verschluckt – das kostet einen Strafschlag, und der Ball kommt an die Stelle zurück, an der er zuletzt lag.
Wurmlöcher
Fliegt der Ball in den pinken Wirbel, kommt er am blauen wieder heraus, mit demselben Tempo und in dieselbe Richtung. In manchen Löchern liegt das Ziel in einer geschlossenen Kammer, die du nur durch ein Wurmloch erreichst.
Rotoren
Rotoren drehen sich vor einem Durchgang und schließen ihn in regelmäßigen Abständen. Warte auf die Lücke, statt hineinzuschlagen.
Das Loch
Das Loch zieht den Ball aus der Nähe ein Stück an. Ist der Ball aber zu schnell, fliegt er darüber hinweg. Ein sanft rollender Ball fällt sicherer als ein harter Schuss.
Spielmodi
Kampagne
In der Kampagne schaltest du die 50 Löcher nacheinander frei. Triffst du im Par, gibt es drei Sterne, mit einem Schlag mehr zwei, sonst einen. Deine besten Ergebnisse je Loch bleiben gespeichert, du kannst jedes freigeschaltete Loch jederzeit wiederholen und die Sterne nachholen. Die ersten Löcher führen jeweils ein neues Element ein, jedes mit einem kurzen Tipp; danach kommen Kombinationen wie „Lagrange“, wo sich zwei Schwerefelder gegenseitig aufheben, oder „Pachinko“ und „Slalom“, in denen du dich durch viele kleine Hindernisse arbeitest.
Level-Editor
Im Editor wählst du unten ein Werkzeug und klickst ins Feld: Planet, Mond, Abstoßer, Schwarzes Loch, Wand, Rotor oder Wurmloch. Objekte verschiebst du durch Ziehen, Ball und Loch sind immer da. Wer genau bauen will, schaltet „Am Raster einrasten“ ein. Mit Entf löschst du das gewählte Objekt, Strg+Z macht den letzten Schritt rückgängig. Mit „Testen“ spielst du deine Bahn sofort selbst – so merkst du, ob das Par fair ist.
Level von Freunden
Jedes eigene Level lässt sich über „Code teilen“ als Level-Code kopieren und zum Beispiel per Messenger verschicken. Über „Level von Freunden“ im Hauptmenü oder „Code einfügen“ in der Levelauswahl lädst du die Bahnen anderer. Der Code enthält das komplette Level, es wird nichts auf einem Server gespeichert.
Strategie und Tipps
- Erst schauen, dann schlagen. Überleg, welche Schwerefelder der Ball durchquert. Die Ringe um die Planeten zeigen dir, wo die Kurve beginnt.
- Auf dem Planeten landen. Liegt das Loch auf einem Planeten, ziel nicht direkt darauf, sondern lande irgendwo auf der Oberfläche und lass den Ball hineinrollen.
- Schwung holen. Bei „Slingshot“ liegt das Loch auf der Rückseite eines Planeten. Ein Schlag knapp am Planeten vorbei lässt den Ball um ihn herum schwingen.
- Weniger Kraft ist oft mehr. Ein zu harter Schlag fliegt aus dem Spielfeld oder über das Loch hinweg. Bleibt der Ball außerhalb liegen, gibt es einen Strafschlag.
- Bande statt Kurve. Wo Asteroidenwände stehen, ist der Weg über Bande meist sicherer als eine enge Kurve um ein Schwarzes Loch.
- Rhythmus lernen. Monde und Rotoren bewegen sich gleichmäßig. Schau ein, zwei Runden zu, bevor du schlägst.
Typische Anfängerfehler
- Volle Kraft bei jedem Schlag: Im Weltall gibt es kaum Bremsen, der Ball fliegt dann einfach weiter.
- Direkt auf das Loch zielen, obwohl ein Planet dazwischen liegt.
- Zu nah an einem Schwarzen Loch vorbeischießen – sein Sog reicht weiter, als man denkt.
- Bei Rotoren einfach losschlagen, statt auf die Lücke zu warten.
Häufige Fragen
Wird mein Fortschritt gespeichert?
Ja, im lokalen Speicher deines Browsers: Bestwerte je Loch, freigeschaltete Löcher und eigene Level. Es gibt kein Konto. Wer die Websitedaten löscht oder den Browser wechselt, fängt neu an.
Kann ich Gravity Golf auf dem Handy spielen?
Ja. Das Spielfeld passt sich der Bildschirmgröße an, gezielt wird mit dem Finger. Im Querformat siehst du mehr vom Feld.
Wie teile ich ein eigenes Level?
Im Editor die Eigenschaften öffnen, auf „Code teilen“ tippen, kopieren und verschicken. Dein Freund öffnet Gravity Golf, tippt auf „Level von Freunden“ und fügt den Code ein.
Was bringen die Sterne?
Sterne zeigen, wie gut du ein Loch gespielt hast, und werden im Menü zusammengezählt. Maximal sind es 150 Sterne – drei für jedes der 50 Löcher.
Hinter den Kulissen
Gravity Golf ist komplett in JavaScript geschrieben und zeichnet alles selbst auf ein Canvas, ohne Spiele-Engine. Die Physik rechnet in festen Schritten von 1/120 Sekunde. So fliegt der Ball auf jedem Gerät gleich, egal ob der Bildschirm mit 60 oder 120 Bildern pro Sekunde läuft – ein Schlag, der am Rechner ins Loch geht, geht auch am Handy hinein. Die Anziehung folgt dem echten Gesetz der Schwerkraft – sie nimmt mit dem Quadrat der Entfernung ab und hängt von der Größe des Planeten ab. Die Punkte beim Zielen entstehen, indem das Spiel denselben Schlag eine Sekunde lang im Voraus durchrechnet. Das ganze Spielfeld ist 1600 × 900 Einheiten groß und wird auf jeden Bildschirm skaliert.